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Brotbackprojekt

Brotbackprojekt

Das Projekt bietet ein sinnvolles und interessantes Tätigkeitsfeld im Bereich der Fördermöglichkeiten für unsere Bewohner*innen mit ASS. Nach intensiver Vorbereitung konnten wir mit diesem erlebnispädagogischen Angebot in Kleingruppen beginnen. Ganz im Sinne von Entschleunigung können unsere Bewohner*innen teilhaben oder selbst aktiv sein, wie bei der Rezeptvorbereitung, dem Abwiegen, Mixen und Kneten der Zutaten bis hin zum Teigling formen und abbacken. Beim Ausprobieren unterschiedlicher Öko-Brote, Brötchen und Pizzen haben wir viel Freude und sind hoch motiviert. Das Genießen dieser Köstlichkeiten rundet unser Angebot selbstverständlich perfekt ab.

Der Bereich „Arbeiten“ ist durch unterschiedliche Arbeits- und Beschäftigungsangebote gekennzeichnet. Die Beschäftigung dient der Tagesstrukturierung, der Aktivierung, der Selbständigkeit, der Ausdauer, dem Sozialverhalten sowie der Förderung handwerklicher Fähigkeiten. Jeder Arbeitsbereich bietet unterschiedliche Inhalte und stellt spezifische Anforderungen an die Bewohner*innen. Alle Arbeitsbereiche haben einen konkreten Bezug zum Lebensalltag. Bei der Auswahl von Arbeitsbereichen werden besondere Kriterien berücksichtigt, die für die autistisch behinderten Bewohner*innen von größter Bedeutung sind. Die Tätigkeit ist ganzheitlich ausgerichtet, das heißt, dass der Arbeitsprozess von Anfang bis Ende nachvollziehbar bleibt. Zudem gibt es eine große Anzahl sich ständig wiederholender Tätigkeiten, so dass das Bedürfnis nach Strukturierung und Kontinuität erfüllt wird.

Die Produkte und Dienstleistungen fließen zum größten Teil in die Selbstversorgung der Einrichtung mit ein. In dem hauseigenen Backhaus werden an zwei Tagen in der Woche Brote für den Eigenbedarf gefertigt. Der Ablauf des Backens ist genau festgelegt und mit Hilfe von Bildern und einfachen Texten überschaubar gestaltet. Die Arbeitsbereiche innerhalb der Backgruppe sind:

  • das Backhaus mit Holz anheizen
  • das Messen und Abwiegen der Zutatenden
  • Teig von Hand und mit der Rührmaschine kneten
  • Vorbereitungen für den nächsten Backtag (Holz sammeln, Vorräte kontrollieren und ergänzen)

Hier kann das Arbeiten nach einem genauen Zeitplan sowie Arbeitssicherheit und –hygiene gelernt werden.

Kunstprojekt mit Menschen im Autismus Spektrum

Das Kunstprojekt ist ein Synonym für kreatives Gestalten, Kunsterziehung, Kunstunterricht, künstlerische Bildung, visuelle Kommunikation, bildnerische und ästhetische Erziehung.

Die gemeinsame und interaktive Entwicklung des Kunstobjektes sowie die soziale Kommunikation soll den Menschen im Autismus Spektrum ein themenbezogenes Angebot bieten, welches ihre kognitiven, sozialen, emotionalen sowie motorischen Ressourcen freisetzt und nach Möglichkeit Prozesse initiiert, die es ihnen ermöglichen, umfangreicher in ihrem sozialen Umfeld, Ich-Identität, Sachkompetenz und Handlungsalternativen in ihr Leben zu integrieren.

Oberste Prämisse ist dabei die Selbstbestimmtheit als Teilaspekt des „neurotypischen Ansatzes“. Zielrichtung ist immer auch der Grundansatz des Empowerments.

Im Einklang von Umwelt (Natur) und des eigenen Erlebens entwickelt sich mittlerweile eine umfangreiche Kreativität innerhalb der Projektarbeiten. Hieraus folgernd können in einem Kunstprojekt Kausalitätsketten entwickelt und gefördert werden.

Das Kunstprojekt trägt konzeptionell die Ansätze von unbedingter Subjektivität, Unbestimmtheit, Offenheit, Freiheit, „Regellosigkeit“.

Die Offenheit besagt, dass das „Tun“ weder zwingend vorgeschrieben, erarbeitungsweisend noch vorgegebenen Beurteilungs- oder Wertmaßstäben genügen muss.

Fördergruppe „TEACCH“

TEACCH = treatment and education of autistic and related communication handicapped children

“Begleitung und pädagogische Förderung für autistische und in ähnlicher Weise kommunikationseingeschränkter Kinder, Jugendliche sowie Erwachsene”

TEACCH ist ein ganzheitlich orientiertes pädagogisches Förderkonzept. Die Förderung ist darauf ausgerichtet, die Lebensqualität von Menschen mit Autismus weitestgehend zu erhöhen und Möglichkeiten zu schaffen, sich im Alltag (besser) orientieren zu können.

Bei diesem Förderansatz werden individuelle Strukturierungen und Visualisierungen für den Einzelnen erarbeitet, um hierüber Lernprozesse aufzubauen. Die Hauptförderbereiche beziehen sich hier auf die lebenspraktischen und beschäftigungsbezogenen Fähig- und Fertigkeiten, der Kommunikation und der sozialen Kompetenzen sowie auf den Bereich Freizeit.

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